Die moderne Welt mißt fast alles nach Quantität. Mehr Menschen, mehr Güter, mehr Information, mehr Wahlmöglichkeiten, mehr Lebensjahre. Zahlen werden zum Hauptbeweis des Wertes. Größer wird als besser behandelt. Diese Denkgewohnheit ist so vollständig, daß die meisten sie nie bemerken, während sie wirkt.
Eine traditionale Auffassung beginnt von der entgegengesetzten Richtung. Was zuerst zählt, ist die Qualität: der Rang, die Intensität, die Stufe des Seins. Ein höherer Typus von Mann wiegt schwerer als eine Menge niederer. Ein klares Prinzip ist mehr wert als eine Masse von Meinungen. Wenn die Quantität herrscht, wird das Höhere immer auf den Durchschnitt herabgezogen. Wenn die Qualität primär ist, wird vom Durchschnitt erwartet, daß er sich nach oben orientiert.
Man wird sagen, diese Denkweise sei elitär oder grausam. Der Vorwurf selbst ist ein Produkt der quantitativen Sicht. Er setzt voraus, daß die einzige gerechte Anordnung eine ist, in der nichts höher stehen darf. Der Vorwurf ist nur nützlich, wenn man die Prämisse bereits akzeptiert, auf der er ruht. Sobald man die Prämisse klar sieht, verliert der Vorwurf den größten Teil seiner Kraft.
Die Arbeit hier besteht darin, die Fähigkeit wiederzugewinnen, zu rangieren. Diese Fähigkeit ist systematisch entmutigt worden. Sie wiederzugewinnen gehört zur Orientierung, auf die diese Seiten zielen.