Die ersten fünfzehn Tage galten der Orientierung. Das Ziel war, einige klare Koordinaten festzulegen: das Vertikale gegen das Horizontale, Qualität gegen Quantität, die Gegenwart eines Zentrums, die Wirklichkeit höherer und niederer Menschentypen und der Charakter des Zeitalters als späte und degradierte Phase. Das sind keine dekorativen Ideen. Sie sind die Mindestausrüstung, die erforderlich ist, um klar zu sehen.
Von diesem Punkt an verschiebt sich die Arbeit. Die nächste Folge untersucht die moderne Welt im einzelnen: ihre herrschenden Mythen, ihre charakteristischen Kräfte und die besonderen Weisen, in denen sie Form auflöst. Die Diagnose ist streng. Sie wird mit fast allem in Konflikt geraten, was man als Fortschritt, Freiheit oder gesunden Menschenverstand gelehrt bekommen hat. Die Reibung ist zu erwarten. Die Aufgabe besteht darin, die Diagnose zu halten, ohne sie in theatralische Wut oder stilles Sich-Ergeben zu verwandeln.
Ein Mann, der begonnen hat, sich vertikal zu orientieren, braucht die umgebende Kultur nicht, um sein Urteil zu bestätigen. Er braucht sich auch nicht in fortgesetzter Reaktion gegen sie zu verbrauchen. Die geforderte Haltung ist kühler und dauerhafter als jede dieser Antworten. Es ist die Haltung dessen, der das Gelände gemessen hat und darauf aufrecht zu bleiben beabsichtigt.
Orientierung ist nie ein für allemal abgeschlossen. Sie muß unter Druck erneuert werden. Die folgenden Lesungen werden den Druck und das Material für diese Erneuerung liefern. Man halte den Maßstab klar. Man messe sich an ihm ohne Selbstschmeichelei und ohne Selbstmitleid. Das ist die Schwelle.